Neu Mertinsdorf: Als die Steuerschätzer des Königs kamen
Letzte Aktualisierung am 14. Juni 2024 by Hans Blazejewski

Also Neu Mertinsdorf
1585 übergab der ermländische Bischof Kromer dem Thomas Gulej ein Gebiet von fünfundzwanzig culmischen Hufen[1], in den Grenzen von Rydbach, Raschung, dem Nautsch-See, Kirschbaum, Kathreinen und Nassen gelegen, zur Besiedlung, Land das teilweise brach lag.
Quelle: Wojciech Kętrzyński: O ludności polskiej w Prusiech niegdyś krzyżackich
Wir lassen der Besiedelungsgeschichte ihren Lauf und wollen uns lediglich daran erfreuen, daß hier, soweit wir wissen, während des Dreißigjährigen Krieges keine nennenswerten Kampfhandlungen stattfanden.
Nach dem frechen Bubenstück des Potsdamers[2] anno 1772 ward die Beute gezählt, vermessen und geschätzt. Für Neu Mertinsdorf wurden dem König einundvierzig steuerpflichtige Einwohner sowie sechsundzwanzig Kinder unter zwölf und sechzehn Einwohner über sechzig Jahren gemeldet. Ferner fanden die preußischen Schätzer vierzehn steuerpflichtige Gänse sowie achtundzwanzig steuerpflichtige Hühner vor.
Mein Tipp, wenn Sie weiter in die Geschichte des Ermlandes „einsteigen“ wollen: Der Historische Verein für Ermland hat eine Geschichte über das Ermland verfasst.
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